Dreadfleet Recherche - Das Regelbuch-

Dreadfleet Recherche - Das Regelbuch-

Flux zum Brett- und Rollenspieldealer meines Vertrauens, Kai‘s Welt der Spiele in Wolfsburg, und das aktuelle Dreadfleet gekauft von dem er noch ein paar Pakete hatte. Erst mal so viel, das Spiel mit den Figuren und dem Stoff-Spielfeld ist der HAMMER! Die Figuren sind so fein detailliert, dass ich kaum glauben kann, dass das normale Plastik Spritzgussteile sind und kein Resin oder sonstiges. Es gibt dutzende Reviews und Bemalanleitungen auf Youtube, dass ich mir das hier spare nochmal aufzuzählen was für feine Schiffe da drinne sind. Kauft euch das Baby solange es das Ding noch gibt. Für 50 bis 60€s wird man bei Ebay bereits fündig.

Also, alles genau angeschaut und dann alles beiseite gelegt und mir das angeschaut wieso ich die Box haben wollte. Das Regelbuch und das Stofffeld. Das Stofffeld brauche ich für Man O’War, dazu irgendwann mal mehr.

Das Regelbuch



Ein wunderschönes vollfarbiges schönes Regelbuch. Das Format in so einer Art liegendem Amerikanischen DIN A4 ist komisch, liegt aber sehr gut in der Hand oder auf dem Tisch. Und darin befindet sich genau das, was dem Print on Demand fehlt. Je Kapitän gibt es eine zweiseitige Hintergrundinfo wieso er segelt, mit welchem Schiff, wen er da draußen plätten will und wieso. Einfach super. Die ganzen extra Regeln von den NPC Karten machen absolut Sinn wenn man den Hintergrund gelesen hat. Auch die Bösewichters werden genau erklärt. Woher Graf Noctilus stammt, woher das untote Skaven-Schiffs-Monster kommt und wieso der Chaos Zwerg volle Pulle hassig auf den Zwergeningenieur ist. 

Eine doppelseite Hintergrund pro Kapitän

Im hinteren Teil beginnt dann eine Zusammenfassung der Geschehnisse und dann sind da die einzelnen Schlachten aufgeführt mit Aufstellungszone und den Regeln. Zusätzlich aber auch eine halbe Seite Fluff-text was da so passiert ist. Alles sehr stimmig.

Storyteil der einzelnen Szenarien
Wenn man also den PoD Karten etwas Leben einhauchen will, dann braucht man dieses Regelbuch, bzw. den Fluffteil.

Wenn man sich nicht das ganze Spiel sichern will, dann gibt es auch Händler bei Ebay, die nur das Regelbuch für 15€s einzeln verkaufen. Aber wie gesagt, das Spiel ist in sich geschlossen und nicht allzu komplex. Das kann man auch mal kaufen und entspannt mit jemand anders oder vielen anderen gespielt werden. Aufbauen spielen, einpacken. Das ist schon Mal zwei Stunden schneller als die übliche 40k oder Warhammer Tabletop Partie.

Also, kaufen!

Vorschau auf meinen Beitrag für den Szenario Wettbewerb

Ich schraube an meinem Beitrag für den Szenariowettbewerb der Söhne Sigmars
Daher zeige ich mal zwei kleine Bilderchen die dabei entstanden sind.


Eine Aktionskarte für den Seekampf.


Und eine kleine Orientierung wie man die Ortskarten anordnen kann.

So jetzt weiter an die Tastatur, ich brauche noch zwei weitere Aktionskarten.


Dreadfleet Recherche - Dreadfleet das Buch -


Das Buch ist inzwischen nur noch als eBook vorhanden, also hatte ich gleich eine Ausrede mir einen Amazon Kindle zu bestellen.


„Ich habe das Buch zu 2/3 durch und bin erfreut und gleichzeitig enttäuscht.“
Das war die Version zu diesem Zeitpunkt. Als ich es nun durch hatte muss ich das ändern. Das Finale fand ich persönlich grandios! Drama, Explosionen, Tote überall und dramatische Endkämpfe in denen Hauptdarsteller wie bei Game of Thrones im Sekunden Takt verheizt werden. Und im Epilog ein total warhammeriger Twist der das ganze Buch auf den Kopf stellt.

Das Buch ist super, die Action und die Seegefechte sind sehr spannend beschrieben. Alles auf guten Black Library Standard. Jago Roth ist ein getriebener Capt. Ahab der seinen weißen Wal Count Noctilus durch die Weltmeere und in den Vorhof der Hölle jagd. Er flucht wie ein echter Pirat, hat ein Spezial Okular und eine dampfgetriebene Hackenhand. Enttäuscht bin ich nur ein wenig, weil ich mir mehr Hintergrundwissen erhofft habe. Man erfährt zwar einiges über Roth, die Piratenstadt Sartosa und die „Galeons Graveyard“ eine Art Zwischenwelt zu der die Dreadfleet sich jedes Mal zurückzieht aber nicht wesentlich mehr. Kurzum das Buch ist super als Unterhaltungslektüre aber weniger gut geeignet als Hintergrundinfo über alle Kapitäne.

Wenn man hingegen Capt. Jago Roth als NPC einbauen will, dann ist das Buch gut dafür geeignet, da man Jagos Herangehensweise an die Probleme und Diskussionen live erlebt. Captn. Aranessa, die Tochter Mananns erhält ebenfalls ein bisschen mehr Farbe als die übrigen Gesellen und am Ende versteht man mehr von ihrem Hintergrund.
Ansonsten bekommt jeder Kapitän, ob gut oder böse seine fünf Minuten Grandeuer im Finale.

Roths Handlungsmuster hingegen sind dauerpräsent: Dämliche Seitenkommentare seiner Crew werden einfach überhört und neue Befehle gebrüllt, Crew Mitglieder die ihren Pistolenhebel spannen und meutern wollen bekommen einen Schuss ins Gesicht, dem Rest der meuternden Crew wird mehr Gold versprochen. Handfeste Incentives also, kenne ich irgendwo her.

Als Hintergrund Info für das Rollenspiel ist das Buch also passend für folgende NPCs

-Jago Roth
-Aranessa Wellenzorn
-Der güldene Magus

Bedingt brauchbar für die Darstellung von

-Red Brokk Gunnarson
-Prinz Yrellian

Über die Bösen erfährt man sehr wenig was einem so richtig bei deren Darstellung hilft. Sie sind einfach alle echt böse, und machen gerne Schiffe Kaput. Wieso sie Teil der Dreadfleet sind ist ebenso unklar welchen Vorteil sie sich davon erhoffen.

Als nächstes schnappe ich mir das Regelbuch des Brettspiels, vielleicht finde ich da mehr Infos.

Dreadfleet Captains – Print on demand Expansion- Arrr!

Dreadfleet Captains – Print on demand Expansion- Arrr!


Bis jetzt erst in Englisch verfügbar, aber bei den Heidelbären in der Übersetzung, sind die Print on demand Erweiterungen für das WarhammerFantasy Rollenspiel in der dritten Edition. Über die Print on demands wurde bereits im Podcast der Söhne Sigmars in einer der früheren Folgen berichtet. Im Allgemeinen meine ich aus den Foren der AltenWelt und von FFG herausgehört zu haben, dass diese Erweiterungssets sehr beliebt sind, da sie einer bestimmten Karriere gute Erweiterungen bieten. Von den bis jetzt erschienenen PoDs ist Dreadfleet Captains aber das am wenigsten gemochten. Der Grund ist wohl, dass die anderen Sets mögliche Aktionen für die Spieler waren. Die Karten konnten also einfach benutzt werden. Dreadfleet Captains ist ein Set für den Spielleiter und benötigt Nacharbeit um eingesetzt zu werden, und da enttäuscht es ein bisschen. Gut fangen wir vorne an, der Inhalt.

Im Set sind:


·         4 Regelkarten

·         10 NPC Wertekarten

·         10 NPC Aktionskarten

·         10 NPC Aufstellerkarten

·         6 Ortskarten mit speziellen Regeln an Bord eines Schiffes


Am einfachsten einzusetzen sind die sechs Ortskarten für Orte an Bord eines Segelschiffes in der Warhammer Welt. Auf diese Karten werde ich auch zurückgreifen wenn ich für die Söhne Sigmars mein Kurzszenario einreichen werde. Die Orte sind dabei Dinge wie der Ausguck, die Takelage oder Unter Deck. Am lustigsten ist die Location auf dem Oberdeck und die Möglichkeit bei einem Chaos Stern über Bord zu gehen. Gefolgt von der Karte wenn man im Wasser um sein Leben paddelt.

Schwieriger wird die Verwendung der drei zehnerpakete. Es handelt sich um die zehn Kapitäne des Games Workshop Spiels Dreadfleet. Fünf Böse und fünf Gute, wobei Gute natürlich relativ zu sehen ist, da die Hälfte von Ihnen aus Piraten besteht. Die NPCs sind sehr stark. Sechs oder sieben Totenschädel als Tödlichkeitsgrad und alle sind voll mit diversen Fähigkeiten die sie drei Stufen trainiert haben. Jeder der Kapitäne wäre also alleine für eine Gruppe ein harter Gegner. Sie sind daher eher in der Gewichtsklasse eines Nemesis Gegners für eine Gruppe ab Rang 4 zu sehen.
Jeder der Kapitäne hat dann noch eine spezielle Aktionskarte welche sehr gut zu ihm passt. Die zehn NPC Aufstellerkarten sind etwas für die Bastelfreunde unter den Spielleitern. Man muss diese von Hand auf Pappe Kleben und ausschneiden. Gut, mehr war den PoD Machern mit einem normalen Kartendrucker nicht möglich.

Jetzt der Knackpunkt des Sets.
Wie auch auf dem Stuf for Nonsense Blog, der sich auch mit dem Inhalt des PoDs beschäftigt, fällt am schwersten der fehlende Hintergrund zu den Kapitänen auf.

Ohne das Brettspiel, oder den Roman der Black Library weiß man überhaupt nicht was die einzelnen NPCs ausmacht. Was ihr Antrieb ist, was für ein Schiff  sie befehligen oder wieso zum Frakk sie überhaupt als Kapitäne unterwegs sind. Hier vergibt FFG eine gute Chance solche PoDs in Zukunft zu wiederholen. Es wäre viel schöner, wenn zum Beispiel auf einer der Regelkarten ein Link zu einer PDF Datei gewesen wäre, in der der Hintergrund der Kapitäne, oder ein ganz einfaches Szenario gestanden hätte. Wir leben immerhin in der Zukunft. Gut, hat FFG nicht gemacht, also werde ich das mal in meine zwergigen Patschehändchen nehmen.

In den nachfolgenden Posts werde ich mir das PoD vornehmen um es für den Szenariowettbewerb der Söhne Sigmars auszuschlachten. Zuerst einen Regelteil für eine Seegefecht mit den Mechaniken des Superrolls aus Hero’s Call (noch nicht in deutsch erschienen), dann eine passender Stroryrahmen um in die Geschehnisse aus Dreadfleet zu geraten.

Also, runner von meiner Brücke Ihr Landratten! Arrrr!